No-Code- und Low-Code-Plattformen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Sie versprechen schnelle Prozessautomatisierung ohne klassische Programmierung. In diesem Zusammenhang wird häufig die Frage gestellt: Wird Excel dadurch ersetzt?
Die Antwort ist differenziert.
Gemeinsame Zielsetzung, unterschiedliche Ansätze
Sowohl Excel als auch No-Code/Low-Code-Tools verfolgen ein ähnliches Ziel: Prozesse effizienter gestalten, Automatisierung ermöglichen und Fachbereiche befähigen.
Der Unterschied liegt in der Herangehensweise.
Excel ist primär datengetrieben. Es eignet sich besonders für Analyse, Planung, Kalkulation und flexible Modellierung.
No-Code/Low-Code-Plattformen sind häufig prozess- oder workflow-orientiert. Sie strukturieren Abläufe, Genehmigungsprozesse oder systemübergreifende Workflows.
Stärken von Excel
Excel überzeugt insbesondere bei:
Die unmittelbare Sichtbarkeit von Daten und Logik ist ein klarer Vorteil.
Stärken von No-Code/Low-Code
No-Code/Low-Code-Plattformen bieten Vorteile bei:
Sie sind häufig stärker auf organisatorische Workflows ausgerichtet.
Keine Entweder-oder-Entscheidung
In der Praxis ergänzen sich beide Ansätze. Excel kann als Analyse- und Modellierungsplattform dienen, während No-Code/Low-Code-Tools übergeordnete Prozesse steuern.
Entscheidend ist die strategische Einordnung:
Welcher Teil des Prozesses erfordert flexible Datenmodellierung?
Wo ist eine systemübergreifende Workflow-Steuerung notwendig?
Fazit
Excel steht nicht im direkten Wettbewerb mit No-Code/Low-Code-Plattformen. Beide Werkzeuge haben ihre Stärken. Excel bleibt besonders stark in datengetriebenen Szenarien mit komplexer Logik. No-Code/Low-Code-Tools ergänzen diese Fähigkeiten bei prozessübergreifender Steuerung. Die richtige Lösung entsteht durch bewusste Architektur, nicht durch Tool-Hype.